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R. – DIE GROSSE PREMIERE!

Im Rahmen des „Dialogs der großen Weine“ von Michael Herget im Haubenlokal Triad im Jänner 2014 wurde das Projekt R. erstmals eine (kleinen) Öffentlichkeit vorgestellt. Er präsentierte sich als „Rohdiamant“ mit gut integriertem neuen Barrique, forderndem Tannin, brombeerfruchtig, dicht, mit guter Saftigkeit und langem Abgang!

Nachlese zum Dialog der GROßEN Weine VII

Zur Begrüßung gab es aus dem Hause Kollwentz Sauvignon Steinmühle 2007:
( aus der Magnum, Steinmühle erstmal ab 2007 in 1,5 l gefüllt ) Dieser zeigte sich elegant mit gutem Trinkfluss, im positiven Sinne unösterreichisch mit Litschi und Stachelbeeraromen und mineralisch, präzisem Abgang – an Sancerre erinnernd!

Im ersten Flight die Erstpi-dialog-2014räsentation von Krutzler & Herget Blaufränkisch R. 2011:
Unter den restlichen, trinkreifen Weinen präsentierte sich der R. als „Rohdiamant“
mit gut integriertem neuen Barrique, forderndem Tannin, brombeerfruchtig, dicht, mit guter Saftigkeit und langem Abgang!
Der Perwolff 1999 hatte aus meiner Sicht das Pech bereits im erst Paar ran zu müssen!
Sortentypisch und südburgenländisch war der 15-jährige am Punk präsent, saftig mit reifem Gerbstoff, kräuterwūrzig und noch viel Potential zeigend, fasziniert er immer wieder durch seine Jugendlichkeit! Einfach nur BRAVO.

 

Flight 2 brachte das vermeintlich ungleiche Duell von Triebaumers „Aus den Rieden 1998“
und dem Mariental 1997. Für mich ging das „Duell“ aber fast zugunsten des 98er aus.
Er brachte das was ich mir erwartet hatte, einen ehrlichen und noch immer lebendigen Wein aus einem „weinjournalistisch postulierten“ kleinen Jahrgang! Die‘ Lob ich mir, mit schlankerem Körper und niedrigerem Alkohol, viel Trinkspass bietend, es soll uns nie was Schlechteres ins Glas kommen. Beim 1997er Mariental gab es leider Flaschenunterschiede!
Ein davon war schon sehr (fast zu ) weit, die 2. eigentlich auch reifer als erwartet. Trotzdem konnte man noch genug Legendäres in diesem Wein finden……

Mit den Comondors aus 1998 und 2000 kamen zwei weitere ganz GROSSE Weine im 3. Flight!
Der von vielen Weinkennern als bester 1998er gelobte Selbige konnte seinem Ruf mehr als gerecht werden, einen so sauberen und klaren Wein in diesem Jahrgang zu vinifizieren zeigt eindeutig von weinbauerlichem Verstand und hohem Können, natürlich „half“ in diesem Falle auch das Flaschenformat der Doppelmagnum!
Der 2000 Comondor war in gewohnt hoher Form, ein Wein der für mich am Punkt war, mit gutem Zug und von internationaler Klasse! Insgesamt ein toller Flight!

Ein weiteres Highlight brachte dann Flight 4. Der Weninger Merlot 2003 und Blaufränkisch Dürrau 2000 hatten 2 Gemeinsamkeiten. Erstens fasziniert es mich wie man in 2 so heißen Jahrgängen so „külhle“ Weine vinifizieren konnte und zweitens waren beide genial! Für mich einen Tick besser der Dürrau mit noch mehr Finesse und Eleganz als der Merlot, der wieder durch seinen Druck und seine Kraft bestach – BRAVO!
Im 5. und letzten Flight dann die LEGENDE. Der 1983er Cabernet Sauvignon, der Erstjahrgang des Cabernetpioniers Anton Kollwentz. Ein würdiger 30-jähriger Österreicher, immer noch typische Cabernet-Attribute zeigend, wenngleich es bei diesem Wein deutliche Flaschenunterschiede gab!
Tisch eins hatte die eindeutig beste Flasche, die war so wie ich sie in Erinnerung hatte genial, aber auch die Andern waren sehr gut. Großes Danke an Andi Kollwentz für die Erfüllung eines Weintraumes!
Der 2003 CS ging dabei zu Unrecht ein wenig unter. Ein Wein mit viel Kraft und noch mehr Tannin!
Auch er hat noch ein langes Leben vor sich und wird dann so manchem Freude bereiten!

Zum Schluss gab es noch:

Kollwentz Scheuerebe TBA 2008
Triebaumer RA Essenz 1999
Nittnaus TBA 1999
Weninger Strohwein CS+BF
Krutzler Tresterbrand

Ein ganz GROSSES Danke an ALLE Winzer, Veronika und Uwe Machreich vom Triad, sowie ALLEN Genießern des freitäglichen Abends!
Euer Michael

P.s.: Erfreulicherweise wurden fast 50 Magnums R. 2011 subskribiert. Danke!